





Ein leichter Rucksack, ein zusammengerolltes Faltkajak und das leise Rumpeln des Nachtzugs nach Neustrelitz: Am Morgen liegt Nebel über dem See, die Verleihstation reserviert freundliche Grüße und eine Karte. Mit erstes Licht gleitest du hinaus, hörst nur Blässhühner, spürst Weite. Der Regionalzug zurück wird zur Lesestunde, während der Duft von Kiefern und Sonnencreme noch lange in der Jacke hängt.
Auf dem Kanal kippt die Laune, als der Wind anzieht und die Schleuse gerade Pause macht. Ein älterer Ruderer winkt, zeigt den windstillen Seitenarm und empfiehlt den Bäcker an der Brücke. Drei Croissants später wirkt alles leichter. Ihr tragt gemeinsam an der Umtragung, teilt Witze, und zeitgleich trifft die Fähre ein. Rückblickend bleibt Dankbarkeit, weil Gastfreundschaft Wege ebnet, die Karten nicht kennen.
Du erreichst die Haltestelle, siehst Rücklichter verschwinden und spürst Frust, bis der See plötzlich stiller wirkt. Statt Ärger: Bad, Dehnung, warmer Tee. Der nächste Kurs kommt, und du kennst inzwischen jede Wolke. Später stellst du fest, dass die verspätete Ankunft perfekt zum Sonnenuntergang passte. Die Erinnerung bleibt: Großzügige Puffer sind wie zusätzliche Schwimmwesten für die Seele und machen Reisen leichter.
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